Mit Affe auf Geisterjagd
Als Alans Vater tödlich beim Wechseln einer Glühbirne verunglückt (immer diese häuslichen Unfälle), übernimmt er den von seiner Mutter organisierten Familienbetrieb. Bereits in sechster Generation besteht die auf Hilfeleistungen bei übersinnlichen Problemen spezialisierte Agentur Alan C. Wilder Ltd.
Alans erster Auftrag führt ihn zu einer Brücke, von der sich scheinbar suizidal veranlagte Hunde in den Tod stürzen. Ein gelungener Einstieg in die Welt des jungen Exorzisten, der im Team mit seinem, nun geisterhaften, Vater und dem übersinnlich begabten Affen, Lord Peter, arbeitet. Schade nur, dass es ausgerechnet in einem Kindercomic eine Fokussierung auf männliche Helden gibt, da sich die Fähigkeit der Wilders Geister zu sehen und mit ihnen zu sprechen, nur an Söhne zu vererben scheint.
Geschickt werden die toten Hunde mit der Hauptstory verknüpft, in der ein Geist der Körperübernahme überführt werden soll. Das Zusammenfügen der Fäden am Ende hat Ähnlichkeiten mit klassischen Whodunit-Krimis – passt somit auch gut zum britischen Hintergrund, denn alle Fälle sollen ursprünglich aus dem Originalarchiv der London Times stammen. Detailarme Panels gefüllt mit liebenswert aussehenden Figuren, konturiert mit dickeren Strichen und einer flächigen Kolorierung ergeben ein stimmiges Gesamtbild, in dem die wie „Glow-in-the-Dark“-Effekte wirkenden Zeichnungen der Geistererscheinungen ein Highlight sind.
Ein Generationen übergreifender Gruselspaß, der ein muckeliges Lesegefühl im Bauch hinterlässt und ganz wunderbar für Comiceinsteiger*innen geeignet ist. Dies ist übrigens der erste Band, die Story aber ist in sich abgeschlossen. Ich hoffe auf viele weitere Abenteuer und hoffentlich bald auch Geisterjägerinnen ;-)
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